Hintergründe und Wissenswertes zu „Tropospheric Ducting“

Was ist die Troposphäre?

Die Troposphäre ist der unterste Teil der Erdatmosphäre zwischen Erdoberfläche und ca. 11 km Höhe. Dieser Bereich ist dadurch gekennzeichnet, dass in ihm die Temperatur etwa linear mit der Höhe bis auf durchschnittlich -50°C abnimmt. In der Troposphäre finden alle Wettererscheinungen statt.

Die Tropopause ist eine Grenzschicht zwischen Troposphäre und Stratosphäre und liegt in den mittleren Breiten durchschnittlich zehn bis zwölf Kilometer hoch. Sie trennt die vom Wetter geprägte Troposphäre von der darüber liegenden ruhigeren Stratosphäre. In der Tropopause herrschen weitgehend starke Winde, Jet Streams genannt, welche oft Windgeschwindigkeiten bis 400 km/h erreichen können. In dieser Schicht kann der Langstreckenverkehr sehr ökonomisch durchgeführt werden.

Was ist Ducting?

In der Praxis ergeben sich bei der Wellenausbreitung oberhalb des Meterwellenbereiches Reichweiten, die erheblich über dem theoretischen Wert liegen. Man spricht auch in diesem Fall von Überreichweiten. Diese treten dann auf, wenn sich eine tiefliegende und sehr weit reichende Inversionsschicht ausgebildet hat (Bodeninversion). Es kommt dann zu einer Ausbreitung zwischen der Bodeninversionsschicht in der Erdoberfläche. Dieser Vorgang wird auch „troposphärische Schlauchübertragung” genannt. Darüber hinaus kann eine Schlauchübertragung (Ducting) auch zwischen übereinanderliegenden Inversionsschichten auftreten.

Weitere Hinweise, siehe Seite: Radarsondierungen Ionosphäre, Messung der MUF etc.