WebSDR Bonn im Probebetrieb (3)

Hoch oben, auf Turm 2 des Telekom-Gebäudes, werden derzeit  die technischen Untersuchungen zur Optimierung der Empfangsantennenanlage des WebSDR Bonn durchgeführt.

Bild 1: Standort H-Feld-Antenne

Es hatte sich herausgestellt, dass der 120 m lange Dipol für die Aufgabenstellung ungeeignet war.

Auf Basis weiterer Recherchen von DL2JMK fiel die Entscheidung zu einer parallelen Vorgehensweise bei der Untersuchung nach der geeigneten Empfangsantenne für den Kiwi-SDR.

Was zum einen als Nachteil für diesen Antennenstandort spricht, u.a. die Bestückung des Turms mit Mobilfunkantennen und der Störnebel durch Computer im Gebäude, ist von einem anderen Blickwinkel betrachtet von Vorteil.

So kann die optimale Antenne und die optimale Installation der Antenne -unter diesen schwierigen Bedingungen- mit all den Fragen nach Potenzialausgleich  und Schirmung der Antennen, Antennenzuleitungen und Speiseleitung gefunden werden. Nach der Installation des WebSDR auf einem Fernmeldeturm sind diese Untersuchungen nicht mehr möglich.

Zwei Antennenformen werden zurzeit untersucht: Die H-Feld-Antenne und die E-Feld-Antenne. Zuerst wurden Versuche mit der H-Feld-Antenne unternommen.

Bild 2: H-Feld-Antenne

Bild 3: E-Feld-Antenne im Wetterschutzgehäuse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erste Erkenntnisse dieser Untersuchungen mit der H-Feld-Antenne sind beispielhaft:

  • Die Standortwahl hat Einfluss auf Störnebel durch Klimatechnik und Mobilfunk. Bei der H-Feld-Antenne wurden Störungen im unteren Mittelwellenbereich durch die Klima-Lüfter sowie den Mobilfunk beobachtet.
  • Potenzialausgleich/Erdung  der Anlagenteile einschl. des Antennensteckers senkt Rauschpegel bei Empfang merklich.
  • Der Einsatz von Ferritkernen über der Gleichspannungs-Speiseleitung beeinflusst ebenfalls den Empfang durch Erhöhung des Rauschpegels.

Bild 4: Zweiter Standort mit (magnetischer) H-Feld-Antenne

Die Optimierungen werden fortgesetzt. Derzeit wird über die E-Feld-Antenne gearbeitet. Die H-Feld-Antenne brachte bis zu 8dB schlechtere Empfangsergebnisse im Vergleich zur E-Feld-Antenne.

Eine Vorentscheidung zugunsten der einen oder anderen Antennenform ist aber noch nicht getroffen worden.

Bild 5: Diese geerdete (mobile) E-Feld-Kiwi-Antenne wurde entgegen anders lautenden Meldungen nicht getestet!

 

 

 

 

 

 

 

Die Vorteile eines Kiwi-WebSDR von 10 kHz bis 30 MHz für die Funkamateure und SWL sprechen für sich:

  • Die Anschaffungskosten eines eigenen Allbandempfängers entfallen.
  • Eine spezielle Software ist nicht erforderlich, der Web-Browser reicht aus.
  • Der WebSDR bietet eine Vielzahl von Decodierungsmöglichkeiten unterschiedlichster Modulationsarten.
  • Unter Einbeziehung weiterer Kiwi-WebSDR ist die „Peilung“ der Sendestation möglich.
  • Die Empfangsbedingungen auf unterschiedlichen Bändern am Standort des WebSDR sind schnell überschaubar.

Es gab dankenswerter Weise bereits einiges an Spenden zur Beschaffung der magnetischen Empfangsantenne und Filter, welche aber leider aufgrund der hohen Kosten lange noch nicht ausreichen.
An dieser Stelle möchten wir uns beispielhaft bei den Funkfreunden des OV Köln (Z12), OV Niederrhein (Z81) und Bernd aus Bonn herzlich für Ihren Beitrag bedanken!
Um die vierstelligen Kosten zu schultern, musste auch das private Portemonnaie für die teure Beschaffung  des Funkmaterials  herhalten. Die Antenne soll ja Wind und Wetter auf einem Fernmeldeturm standhalten.

Liebe Leute, um die private Geldbörse zu entlasten, helft uns bitte mit Euren Spenden!

Name: VFDB e.V.

IBAN: DE06 2419 1015 0231 7494 04      BIC: GENODEF1SDE

Zweck: Z37 SDR DL0DTM

Der Hauptkasse ist zum Ausstellen der Spendenbescheinigung der ausgefüllte Antrag zuzusenden (siehe vfdb.org).
Bei Spenden unter 100 € akzeptieren die Finanzämter in der Regel den Kontoauszug als Spendenbeleg, hier gibt es beim Online Banking oft die Möglichkeit die Überweisung als Spende zu kennzeichnen.

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